Einkaufstrolley in Bus und Bahn?

Einkaufstrolley in Bus und Bahn

09 Jan Einkaufstrolley in Bus und Bahn?

Darf ich eigentlich meinen Einkaufstrolley in Bus und Bahn mitnehmen? Und wenn ja was muss ich beachten? Lesen Sie hier meine Erfahrungen mit dem Trolley.

Mit dem Trolley am Bahnhof

 

Mit dem Shopper in Bus und Bahn

Wer gerne verreist, sollte auf seinen Einkaufstrolley nicht verzichten. Doch auch hier warten einige Stolpersteine. Was sollte beachtet werden? Was sollte nicht missachtet werden?

 

Busfahren für Anfänger 🙂

Zu allererst ist der Einstieg in den Bus sehr wichtig. Um ein kippeln oder ein umkippen des Shoppers zu vermeiden, achtet bitte darauf, immer gerade auf die Türschwelle zu fahren. Beim Ausstieg ist das Gleiche zu beachten.
Die Gänge im Bus sind leider oft sehr schmal.

Maximal messen diese 60 cm. Seit Ihr nun im Bus und habt einen Sitzplatz gefunden, bleibt immer noch die Frage, wohin mit dem Einkaufstrolley? Mit Glück ist ein Rollstuhl/Kinderwagenplatz frei. Wenn natürlich eine Dame mit Kinderwagen oder ein Herr mit Rollstuhl oder Rollator einsteigt, solltet Ihr den Platz wieder räumen.

 

Die Qual der Wahl

Wir gehen aber einfach mal davon aus, dass keiner einsteigt. Nun habt Ihr die Wahl: Bleibt Ihr stehen oder setzt Ihr euch hin?
Ich habe vor Jahren bei einem großen Discounter mit “L”, einen Einkaufstrolley mit Feststellbremse gesehen. Ich finde die Idee für den Bus wirklich genial. Stellt den Shopper einfach auf der freien Fläche ab, legt die Festellbremse an und setzt euch ganz gemütlich hin. Klar wenn der Bus stark in die Klötze steigt, kann es natürlich passieren, dass euch das Ding umfällt.
Aber immer noch besser als wenn er ständig wegrollt.
Selten gibt es Stadtbusse mit einem oberen Gepäckfach. Meist lohnt es sich einfach nicht für 2-3 Stationen den Trolley in diesem Fach zu verstauen, aber eine Möglichkeit wäre es dennoch.

 

Danger Danger

Was gibt es sonst noch zu beachten? Solltet Ihr es euch auf einem Sitz gemütlich machen, dann lauern ebenfalls Gefahren. Wie oben beschrieben, sind die Gänge nicht besonders breit. Habt ihr also einen Sitz am Gang, so solltet ihr darauf achten, dass der Shopper anderen Fahrgästen nicht den Weg versperrt. Leichter gesagt als getan.

bahn

Nu aber gau

Ich möchte mal wieder eine kurze Anekdote zum Besten geben. Ich kam vom Einkaufen wieder und bin wirklich hartgesotten. An dem Tag allerdings ging gar nix mehr. Ich kam raus aus meinem geliebten Supermarkt und trat direkt in eine Gewitter und Starkhagelfront. Ich konnte mich gerade noch zur gegenüberliegenden Bushaltestelle retten. Bevor ich mein Leben 🙂 riskiere, fahre ich doch lieber Bus. Nach 10 Minuten warten, kam der Bus dann auch.

Er war fast bis auf den letzen Platz ausgebucht. Zu meiner Schande musste ich gestehen, dass ich kein zusammenklappbares Shoppermodell am Start hatte. Naja, ich noch einen freien Platz am Gang gefunden und meinen Shopper neben mich in den Gang gestellt. Es ging leider nicht anders.

 

 

Fahrt mit Hindernissen

Drei Stationen weiter stieg eine garstig aussehende ältere Dame in den Bus. So wie die aussah, frühstückt sie auch Reißzwecken. Vor mir waren noch zwei Sitzplätze frei. Natürlich musste Sie aber an mir vorbei, war klar oder? Ich hab damit ja auch keine Probleme. Ich meinen Trolley so gut es ging zur Seite genommen. Da keift die Alte plötzlich los, was mir einfiele auf Ihrem Platz zu sitzen. Ich dachte ich bin im falschen Film.
Ich erwiderte nur, dass keiner Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz in einem Stadtbus hätte. Daraufhin meinte Sie nur: Jeder in der Stadt würde wissen, dass Sie schon seit Jahren auf diesem Platz sitzt, nur ich anscheinend nicht.

Natürlich blieb ich sitzen. Nach 2 Minuten wurde es Ihr zu bunt und Sie trat mit voller Wucht gegen meinen Trolley. Dabei schrie Sie wie am Spieß bis Ihr die roten Äderchen aus den Augen traten. Jetzt bekam ich etwas Angst. Ich zückte mein Handy und rief die Polizei. Tatsächlich, nach 3 Haltestellen wurde der Bus gestoppt und die immer noch schreiende und keifende Kuh halb aus dem Bus getragen. Wie sich später herausstellte, war es eine Patientin der näher gelegenen Psychatrie. Naja, ein Schock war es dennoch.
Dies aber nur als kleine Geschichte zwischendurch. 🙂

 

 

Weiter im Text

Wenn ihr also Platz habt, versucht den Trolley zwischen eure Beine zu nehmen. Ansonsten ist es wirklich immer sehr lästig diesen bei der Fahrt festzuhalten oder beiseite zu räumen.
Am besten ist natürlich ein Platz ganz hinten. Ihr habt eine große Sitzbank und nicht alle naslang muss jemand durch. Achtet zusätzlich aber noch auf einen guten Stellfuß. Dieser verhindert zum einen ein umkippen und kippeln des Gestells zum anderen könnt ihr diesen aber noch als Tragehilfe benutzen. Einfach oben und unten angefasst und rein mit dem Fiffi. Wirklich sehr praktisch. Die Tragehilfen sollten natürlich ausreichend Gewicht aushalten.

Was gibt es aber noch für Möglichkeiten? Wenn ihr einen zusammenklappbaren mit abnehmbarer Tasche habt, dann könnt ihr diesen zusammenlegen und die Tasche tragen, das ist für den Bus vollkommen ausreichend. Die Tasche vor eure Füße und das Gestell auf den Schoß, geht natürlich auch umgekehrt. 🙂 Klar ist es etwas beengt, aber besser als laufen bei dem Schietwetter. Es gibt ja auch Taschen mit Rucksackfunktion. Diese sind beim Einsteigen oder Aussteigen besonders nützlich. Gestell zusammengeklappt, Tasche auf die Schulter und rein in den Bus. Genauso ist es auch beim Ausstieg. Das erspart euch das lästige und schwere Tragen.

 

Und dann noch?

Was haben wir aber noch für Möglichkeiten? Manche Hersteller bieten auch einen Trolley mit integriertem Sitz an. Diesen habe ich zum Beispiel bei Andersen gesehen (Komfort-Shopper oder so ähnlich). Dafür müsstet Ihr noch nicht mal die Tasche abnehmen. Sollte die Stellfläche für Rollis frei sein, ist es wirklich ganz easy. Einfach Sitz ausklappen und bequem gemacht. Nie wieder ein Sitzproblem im Bus. Eigentlich schon sehr geil. Ich glaub ich probier es mal in den nächsten Wochen aus.
Ich kann mir dennoch vorstellen, dass es eine wacklige Angelegenheit sein könnte. Also immer gut festhalten. Fragt mich jetzt bitte nicht wie das versicherungstechnisch geregelt ist. Ich hab zum Glück noch nie einen Busunfall miterlebt. Sollte dennoch einmal etwas passieren und Ihr verletzt euch, hab ich keine Ahnung wie die Versicherungen so etwas handhaben. Fragt lieber vorher nach.
Was ich auch oft gesehen habe: Die Menschen binden Ihren Shopper fest. Wie beim Doktor und dem lieben Vieh. Dazu stellen Sie einfach Ihren Trolley auf die Freifläche im Bus, nehmen Gepäckspinnen oder Bänder und schnüren diese am Haltegriff fest. Auch nicht dumm. Wenn es natürlich nur eine Station ist, lohnt es sich nicht wirklich. Aber die Idee ist sehr löblich.
Aber auch hier lege ich für Schäden natürlich keine Hand ins Feuer :-).

 

 

Im Prinzip haben wir jetzt auch schon alles durch was die Reise im Bus anbelangt.
Kommen wir doch jetzt zur Zugfahrt.

Was müsst Ihr alles im Zug beachten?
Das Reisemittel Zug birgt gegenüber zum Bus doch einige Vorteile.

Den Bus werdet Ihr wahrscheinlich oft als Kurzreisemittel benutzen.
Sprich also vom Einkauf in der Stadt und wieder nach Hause.

Den Zug werdet Ihr mehr für längere Strecken nutzen, so wie ich auch. Das schöne an der Bahn sind die etwas breiteren Gänge. Diese messen knapp einen Meter. Im ICE sind es glaube ich noch mehr.
Wie aber ist es nun mit dem Trolley zu verreisen? Wenn Ihr den Blog aufmerksam verfolgt, dann kennt Ihr ja schon meine Reisegeschichten, eben auch mit Trolley+Zug. Dennoch möchte ich hier noch eine Geschichte zum Besten geben.

 

Zum Beitrag: Mit dem Shopper im Harz
Tasche Hydro
Tasche Hydro

Tasche mit praktischer Rucksack-Funktion

 

Komfort-Shopper
Komfort-Shopper

mit integrierter Sitzfläche, falls im Bus kein Sitzplatz mehr frei ist

 

Der Trolley und ich

In meiner knappen Freizeit, hatte ich mal wieder Lust auf Urlaub. Mit einem Kumpel beschloss ich daher nach Schweden zu fahren. Schön eine Woche in der Nähe von Göteborg.
Kleines Ferienhaus mit Pool, Whirlpool, Bar, und King Size Betten gemietet und das ganze für nen Appel und nen Ei. Wir fuhren halb Bahn und halb Fähre. Von Bremen bis Kiel mit dem Zug und ab da an mit der Fähre. Für fünf Tage brauchte ich nicht viel. Ne Hose, Pullover, bisschen Unterwäsche, Socken, Proviant und ne Buddel Schnaps :-). Das alles nicht etwa im Koffer, sondern in einem sehr schönen Trolley. Ich habe mich an diesem Tag für eine Tasche mit Rucksackfunktion entschieden. Die kann ich dann ebenfalls für kleine Wanderungen nutzen. Am Bahnhof angekommen, wartete auch schon mein Kumpel Ingo. Er rollte nur mit den Augen als er mich und meinen Trolley sah.

Naja er hatte einen Hartschalenkoffer von Samsonite. Der sah wirklich sehr schwer aus. Tja ich hatte meinen Trolley. Der wog bestimmt auch 20 kg….. ist aber dafür wesentlich handlicher. :-). Kurz bevor der Zug einfuhr, nahm ich die Tasche vom Gestell und nutzte diese als Rucksack. Eine große Erleichterung beim Ein- und Ausstieg. Solltet Ihr keine Tasche mit dieser Funktion haben, achtet doch bitte darauf, dass die Tasche zumindest einen Tragegriff hat. Habt ihr auch keinen Griff, dann geht es zur Not auch ohne, ist natürlich etwas beschwerlicher. Da die Gänge im Zug etwas breiter sind, könntet ihr den Trolley bequem rollen. Bei Gegenverkehr einfach kurz drehen, sodass die Leute vorbei können. Natürlich könnt ihr ihn auch tragen. Mit meiner Rucksackfunktion hatte ich meinen Trolley in der Hand und die Tasche auf dem Rücken. Ingo astete sich einen mit seinem Koffer ab.

 

 

Koffer vs. Trolley

Wir hatten reserviert in einem geräumigen Abteil. Ingo blieb nicht viel Möglichkeit. Er musste seinen Koffer in die Gepäckablage hieven. Jeder der das schon einmal gemacht hat, weiß wie schwer das sein kann. Ich hingegen hatte mehrere Möglichkeiten. Da das Trolleygestell zusammenlegbar ist kann ich es zusammen mit der Tasche ebenfalls in der Ablage verstauen. Da ich aber nicht so schwer und hoch heben möchte, falte ich den Trolley zusammen, stellte ihn in die Ecke und meinen Rucksack vor die Füße.

Alles überhaupt kein Problem. Der Zug fährt nur etwas über zwei Stunden. In Kiel angekommen, schulterte ich wieder meinen Rücksack und nahm das zusammengefaltete Gestell in die Hand. Ingo musste wieder schwitzen. Wir entschlossen uns den knappen Kilometer vom Kieler Hauptbahnhof zum Schwedenkai zu laufen. Sind ja alles keine Entfernungen. Teilweise mussten wir auch über Kopfsteinpflaster.

 

Schweden wir kommen

Mein Trolley hatte große Luftreifen. Kein Problem. Ingos Koffer hingegen kleine Kunsthoffräder. Immer wieder kippte sein Koffer um und er war bereits vor Fahrtantritt tierisch genervt. Wäre ich auch ohne meinen Trolley. Am Schiff angekommen, konnten wir gleich einchecken. Die etwas wacklige Gangway schaffte mein Trolley ohne Probleme. Ingo musste seinen Koffer tragen :-). Unser Schiff war wirklich sehr groß und geräumig. Unsere Doppelkabine ebenfalls. Meinen Trolley zusammengeklappt und ab in den Schrank damit. Tja so ist das wenn Könige reisen.

Klar erzähle ich euch noch etwas über unseren Schwedentrip, dass aber erst in einem anderen Teil:”Ein Shopper auf Reisen“.

Nun habt ihr euch ja sicherlich selbst ein Bild gemacht wie einfach oder schwer man in Bus und Bahn verreisen kann. Bei etwas älteren Menschen, ist es vielleicht nicht immer ganz einfach. Speziell der Ein- und Ausstieg kann dort lästig und schwer werden. Geht aber immer auf Nummer sicher. Bevor ihr stolpert und hinfallt, sucht euch lieber Hilfe beim Schleppen.

Ich wiederhole mich gern. Wenn Ihr eine Tasche mit Rucksackfunktion habt, einfach nur die Tasche zum einkaufen mitnehmen und den Trolley stehen lassen. Für etwas gebrechliche Menschen natürlich etwas mühsam. Versucht es einfach mal.

trolley_auf_reisen

Das war es jetzt auch schon mit dem Thema: Mein Shopper in Bus und Bahn. Wenn euch dieser Beitrag gefallen hat, gerne kommentieren und liken.

Ich freu mich immer.

Euer Joachim.

 

Lesen Sie auch: Mein Einkaufstrolley fürs Hobby

 

Einleitung | Qual der Wahl | Nu aber … | Fahrt mit Hindernissen | Weiter im Text | Der Trolley und ich | Koffer vs. Trolley | Schweden wir kommen

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